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 Die Akte John Asht und Myriel

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Selene



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BeitragThema: Die Akte John Asht und Myriel   Mi Feb 13, 2013 5:03 am

Ich weiß nicht, ob ihr die Story schon kennt. Sie ist auch schon gut 2 Jahre her, aber ich habe sie heute zufälligerweise im Internet gefunden und sie gab mir zu denken.

Myriel (Buchbloggerin) schrieb eine Rezension über das Buch Twin-Pryx. Zwillingsbrut von John Asht. Wie es nun mal in dem Leben einer Rezensistin ist, fiel die Rezension nicht positiv aus.

Rezension von Myriel:


John Asht – Twin-Pryx. Zwillingsbrut

16. November 2011 von Myriel

Ausnahmsweise greife ich an dieser Stelle auf den Klappentext zurück, da ich nicht weit genug gekommen bin, um mehr als die Ansätze der darin geschilderten Handlung zu erleben:

Schicksalhaft gesteuert durch die Nachkriegszeit der Moderne gelangt ein auserkorener Zwilling in die Gesellschaft der unsterblichen Cyan-Grünauge, die schon seit seiner Zeugung unerkannt über seinen Werdegang wacht. Geheimnisvoll lotst sie ihn zu geschichtsträchtigen Orten und wappnet ihn für seine große Aufgabe: der einzigartigen Begegnung mit der Dämonenwelt, welche gerade im Begriff ist, die magischen Quellen des planetarischen Lichts und des Wassers zu erobern.

Bei meinem ersten Versuch mit diesem Buch habe ich es nicht mal bis Seite 30 geschafft, beim zweiten Anlauf immerhin bis Seite 90. Einen Dritten wird es nicht geben. Denn auf diesen Seiten sind mir schon so viele Dinge aufgefallen und haben mir quer im Magen gelegen, so dass ich gar nicht erst wissen möchte, wie es weiter geht.

Das Ganze beginnt bereits im Prolog: eine Art Dämon geht mit der ach so grünäugigen Cyan-Grünauge einen Deal ein. Sie spielt die Handlangerin in seinem lang vorbereiteten Plan und dafür bekommt sie ihren Geliebten zurück. Ihre Bedenken, dass sie ein junges Mädchen durch ein Leben voller Leid und Qual begleiten soll und ihr nicht helfen darf, sondern sie nur am Leben erhalten soll, werden damit beseitigt, dass schließlich nicht sie ihr die Qualen zufügt, sondern der Dämon das auf sich nimmt. Na dann ist ja alles gut!

Auch später, als Hanna, die später die Mutter der titelgebenden Zwillinge werden soll, durch den Schock über den gewaltsamen Tod ihres Vaters kurzzeitig durchdreht und sich vollkommen in sich zurückzieht, kommt nichts an sie heran – weder dreckige Alltag des Kriegsgefangenenlagers der Deutschen, noch die Grausamkeiten und die Qual des Feldhospitals, in dem sie als Aushilfe tätig ist und der ihre zwei Mitgefangenen dazu bringt Selbstmord zu begehen. Doch als sie aus ihrem Drahtkäfig in eine Zelle mit einem echten Bett verlegt wird, da freut sie sich. Ach, wenn alle so einfach zufrieden zu stellen wären …

Noch einige mehr dieser Ungereimtheiten sowie eine ziemlich schwerfällige Sprache haben die Lektüre für mich zu einer Qual gemacht, so dass ich nicht mal ein Zehntel dieses Ziegelsteins geschafft habe. Daher kann ich auch kein einziges Indianer-Armband für unsere Dracula-Nachfahren vergeben.


Okay bisher ist nichts aufälliges dran, aber dann schaltete sich der Autor ein:


Kommentare von John Asht:

John Asht

Na ja, von einer 23-jährigen Fantasy-Leserin, die mit gehobener Literatur überhaupt nichts anfangen kann, erwarte ich auch nicht mehr als eine solch’ unqualifizierte Pseudo-Rezi.
Mädel, schreib’s dir hinter die Ohren: Phantastische Literatur ist nicht “Fantasy”.
Also, tu uns allen einen Gefallen und bleib bei deinen Zwergen und Elfen – für mehr reichts nicht!

- 17. Dezember 2011 um 3:45 John Asht

… außerdem werde ich “Myriel” und “Bücherzeit” von meinem Rechtsanwalt gerichtlich ahnden lassen – denn mir sieht diese Einrichtung sehr suspekt aus – etwa so, wie von gewissen Leuten bezahlt, um einem Autor zu vernichten. Das wird teuer, Lady!



Und jetzt meldete sich auch noch seine Verlegerin zu Wort.

- 17. Dezember 2011 um 11:27 Antje Roder

Grundregel Nummer 1 für eine Rezension ist, dass man das Buch überhaupt gelesen hat!!!

Es ist absolut unfair, sich hinter einem anonymen Decknamen zu verstecken und einfach ein Buch zu verreißen, das man gar nicht kennt. Ein Buch mit über 900 Seiten ernsthaft bewerten zu wollen, obwohl man gerade mal 90 Seiten gelesen hat, ist nicht nur höchst unprofessionell, es zeigt auch, dass hier jemand Internetforen missbraucht, um den Autor oder den Verlag anzufeinden. Das sollte von einem seriösen Forum eigentlich angemahnt und unterbunden werden, denn persönliche Differenzen, wie auch immer sie geartet sein mögen, haben in einer Rezension nichts verloren – genauso wenig wie starke Emotionen, egal ob positiv oder negativ, denn diese trüben die Wahrnehmung und verzerren das Bild.

Aber es ist natürlich bequem, so schön anonym einen Verriss zu posten. Man muss ja dem vermeintlichen “Gegner” dabei nicht in die Augen schauen. Nicht gerade mutig, aber eben einfach. Auf diese Weise kann man auch wunderschön sogenannte “Freundschaftsdienste” erfüllen und sich zum Handlanger anderer machen. Allerdings besitzt jeder Verlag und auch jeder Autor die Handhabe, eine feindliche und destruktive Kampagne ahnden zu lassen, sodass dann vor der Staatsanwaltschaft auch der Deckname nichts mehr nützt. Die Person wird identifiziert und zur Rechenschaft gezogen.

Literatur ist aber nicht einfach nur gut oder schlecht. Jeder Leser nimmt ein Buch unterschiedlich wahr. Dabei spielt die bisherige Leseerfahrung eine Rolle, der Bildungshintergrund, die persönlichen Vorlieben und und und.

In der heutigen literarischen Landschaft gibt es eine Flut von Büchern, die Leser bedienen, die nicht mehr nachdenken wollen und keine großen Ansprüche an den Inhalt stellen – immer schön nach dem gleichen Schema gestrickt, denn viele Verlage werfen nur noch möglichst schnell neue Bücher auf den Markt. Anspruch wird ersetzt durch einen entsprechend hohen Werbeetat.

Daneben gibt es aber noch solche Autoren, die sich Zeit nehmen für ihr Werk, die Handlungsstränge ausarbeiten und eine Geschichte entwickeln. Daraus entstehen Bücher, die nicht zur Massenware zählen und die den Leser zum Mitdenken anregen wollen – keine vorgekaute Kost. Damit bilden diese Bücher ein Gegengewicht zur heutigen Massenware Buch und bereichern das literarische Angebot im deutschsprachigen Raum. Diese Bücher wissen noch etwas zu erzählen und können den Horizont erweitern.

Wer damit nicht mehr umgehen kann, sollte sich künftig besser nur noch mit anspruchsloser Kost berieseln lassen. Das ist auch den Machthabern lieber, denn diese Art von Fast-Food-Leser lassen sich optimal lenken und kontrollieren – eben weil sie allmählich das rationale Denken verlernen.


Da frage ich mich als Rezensentin, ob wir uns das echt gefallen lassen müssen? Ich meine, klar sind wir keine ausgebildeten Literaturkritiker, aber immerhin haben wir eine Meinung, die wir vertreten. Ich finde solche Leute die dann auch noch sagen: "Ich kann ja mit Kritik umgehen, ABER...." echt lachhaft. Mit der Aktion hat sich der Autor echt keinen Gefallen getan. Jedem Autor sollte doch klar sein, dass sein Buch auch nicht von allen geliebt werden kann. Sowas nennt sich Berufsrisiko. Diese Sache hat John Asht eindeutig noch nicht ganz verstanden.

Hier nochmal der Link zu der Rezi + den Kommentaren.

http://buecherzeit.wordpress.com/2011/11/16/john-asht-twin-pryx-zwillingsbrut/

Und jetzt meine Frage: Was haltet ihr von der Story?
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Selene



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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Mi Feb 13, 2013 5:13 am

http://abwaschbar.wordpress.com/2012/02/07/john-asht-allein-gegen-die-mafia/

Sehr schöner Artikel noch dazu Smile Und sehr lustig auf eine sarkastische Art Wink

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Amay

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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Mi Feb 13, 2013 6:15 am

Ach. Du. Meine. Güte.

Da kann man doch echt nur mit dem Kopf schütteln o.O

Da ist wohl jemand extremst paranoid, was?
Nur weil da (bis dato) EINE negative Rezi über sein Buch veröffentlicht wird, veranstalten die beiden da so einen (meiner Meinung nach einfach nur peinlichen) Affentanz.
Da fällt mir echt nicht allzu viel zu ein. Das ist einfach so unglaublich, da bin ich ganz sprachlos xD

Ich meine, es ist ja vielleicht noch eine Sache, sich über diese Rezension aufzuregen und da mit Anwälten usw zu drohen - völlig zu unrecht, wie ich finde. Es ist ja schließlich einzig Myriels persönliche Meinung.
Aber dann danach sich noch auf seiner Seite so zum Affen zu machen und von einer "Rezensionsmafia" zu berichten und sich da so dermaßen reinzusteigern... oh man.

Nee, da fällt mir echt nichts zu ein.
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LeFre



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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Mi Feb 13, 2013 6:31 am

Oh maaaan. Da fragt man sich ja doch, wie ***** man sein kann... Very Happy
Wenn das nunmal die Meinung der Rezensentin ist, dann ist das ihre Meinung. Da kann der Autor sagen, was er will, da hat jeder Bürger dieses Landes sein Recht drauf!!
Und diese ganzen Verschwörungstheorien ... bin ich die einzige, die da am klaren Verstand des Autors zu zweifeln beginnt??
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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Mi Feb 13, 2013 7:58 am

"Entschuldige bitte wenn ich lache - tut's noch weh?"
Das ist alles was mir dazu einfällt. Holla die Waldfee, man kann auch übertreiben :')
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Selene



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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Mi Feb 13, 2013 9:07 am

Krass oder? Ich bin da auch aus allen Wolken gefallen. Und der Autor wettert ja auf seinen Blog weiter und redet davon, dass die größeren Verlage die guten Rezensionen kaufen würden etc.
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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Mi Feb 13, 2013 10:40 am

Da fällt einem doch echt nichts mehr zu ein *koppschüttel*
Saß davor und ... ja, konnte zwar den Mund öffnen und schließen aber wirkte wohl eher wie ein Fisch mit Schnappatmung bei dem ganzen Text.
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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Mi Feb 13, 2013 9:49 pm

@ Lena: Nee, da bist du nicht die Einzige... ^^
Genau das schoss mir gestern auch durch den Kopf, als ich das las.

Echt kaum zu fassen.
Ich wusste ernsthaft nicht, ob ich vor Lachen vom Stuhl kippen oder den Mund vor Staunen (? mir fällt grad das richtige Wort nicht ein... ^^) nicht mehr zu kriegen sollte xD
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Selene



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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Mi Feb 13, 2013 10:14 pm

Okay an euren Reaktionen merke ich, dass ihr die Story noch nicht kanntet Wink
Ich finde sein Verhalten echt albern. Was ich nur gerne mal gewusst hätte, ob er noch viele seiner Bücher verkauft hat oder ob er immer noch so "tolle" Bücher schreibt
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LeFre



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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Do Feb 14, 2013 8:43 am

Nina//
Das beruhigt mich jetzt doch ;D

Maria//
Ne, ich kannte sie noch nicht.
Hehe, das ist ne gute Frage. Ich schätze, viel verkauft hat er wohl nicht mehr. Wobei es auch möglich ist, das er gerade deshalb noch mehr verkauft hat, weil die Leute sich selbst ein Bild machen wollten...
Der Typ ist so von sich überzeugt, der schreibt bestimmt noch weiter^^
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BeitragThema: Re: Die Akte John Asht und Myriel   Do Feb 14, 2013 9:01 am

Nope, ich kannte das bisher auch noch nicht. Bin immer noch ... fassungslos, könnte man sagen ô.o
Tja, gute Frage *grübel* Wie Lena schon schrieb: Vielleicht hat er gerade deswegen noch ein paar extra verkauft ^^
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